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Partizipation

Foto: Werner Bachmeier

Wie beteiligen sich Beschäftigte an der Gestaltung ihrer Arbeit?

Partizipation umfasst sowohl institutionalisierte Formen der Mitbestimmung durch gewählte Organe der Interessenvertretung (Betriebs-/Personalrat) als auch eine direkte Beteiligung der Beschäftigten selbst, sei es im Team oder als Individuen.

Unsere Forschungen befassen sich mit Möglichkeiten und Formen der Beschäftigtenpartizipation im Wandel der Arbeitswelt.

Akzeptanzbasierte soziale Innovationen in der Arbeitswelt (z.B. in den Bereichen Arbeitsorganisation, Komptenzentwicklung und Management) sind ohne partizipative, inklusive und befähigende Verfahren kaum vorstellbar. Ihnen kommt in Gesellschaft und Betrieb wachsende Bedeutung zu.

Auf gesellschaftlicher Ebene stellt sich die Frage, wie die Zivilgesellschaft in die Bearbeitung großer Zukunftsfragen (z.B.: Wie kann und soll die Digitalisierung gestaltet werden?) aktiv eingebunden werden. Eng hiermit verbunden sind Fragen nach erforderlichen arbeits- und sozialpolitischen Weichenstellungen um einen maximalen gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen.    

Mit der Öffnung der Unternehmensgrenzen in Innovationsprozessen (Open Innovation; Co-Creation) hat sich ein breites Spektrum an neuen sozialen Praktiken zur Einbeziehung verschiedener Akteursgruppen entwickelt (Lead User-Methode, Crowdsourcing und Innovationswettbewerbe, Living Labs, Realexperimente).    

Die Sozialforschungsstelle ist auf beiden Feldern aktiv. Einen guten Überblick über die hiermit verbundenen Konzepte findet sich in folgendem Kongressband „Innovationen für die Gesellschaft – Neue Wege und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen“.

Auf betriebliche Ebene dominiert im Moment die Auseinandersetzung mit der Gestaltung digitaler Technologien. In der Debatte um Arbeit 4.0 gilt Mitarbeiterorientierung als wesentlicher Erfolgsfaktor. Dabei geht es nicht nur um die Einführung und Optimierung von digitalen Technologien durch eine Mitarbeitereinbindung, sondern vor allem auch darum, dass die Beschäftigten – im Sinne einer „guten“, humanorientierten Arbeit – durch Partizipationsangebote selbst Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeit nehmen.

Ein Beispiel für partizipative Vorgehensweise findet sich hier:

EUWINEin wichtiger Ansatzpunkt zur Mobilisierung des Erfahrungswissens und zur Beteiligung der Beschäftigten sind entsprechende Managementkonzepte und Führungsansätze. Das Führungsverständnis und die Fähigkeiten von Führungskräften unterschiedlicher Hierarchieebenen beeinflussen stark, inwieweit die Potenziale der Digitalisierung zum Zweck guter Arbeit erschlossen werden können. Die aktuelle Herausforderung von Führungskräften besteht darin, dass sich alle in Wechselwirkung stehenden Elemente des betrieblichen Interaktionsgefüges, wie Menschen, Maschinen, Organisationsabläufe, Arbeitsaufgaben, permanent wandeln. Digitalisierungsprozesse sind so zu steuern, dass Mitarbeitern ermöglicht wird, ihre Arbeitsleistung in personenförderlicher Weise zu erbringen und ihre Partizipations- bzw. Mitgestaltungsansprüche zur Geltung kommen. Dies kann nur gelingen, wenn das betriebliche Interaktionsgefüge als soziodigitales System begriffen und gesteuert wird.

Auf europäischer Ebene engagiert sich die Sozialforschungsstelle im European Workplace Innovation Network (EUWIN). Auf Grundlage moderner soziotechnischer Ansätze erfolgt ein Austausch von Forschungsergebnissen und Praxiserfahrungen mit partizipationsorientierten Konzepten. Wechselseitiges Lernen und Erhöhung der praktischen Wirkung (Diffusion entsprechender Konzepte in die Betriebe) stehen im Mittelpunkt.



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Dr. Ralf Kopp