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Geschlechterverhältnisse

Foto: Werner Bachmeier

Werden sich durch den Wandel der Arbeit die Geschlechterverhältnisse verändern?

Die Geschlechterdifferenz in Gesellschaft und Betrieb basiert auf einem Geschlechterwissen aus stereotypen Vorstellungen über Frauen und Männer. Dieses Wissen prägt das alltägliche Handeln und drückt sich in Machtverhältnissen aus, in denen Frauen systematisch benachteiligt werden.

Unsere Forschung zielt darauf, Diskriminierungen sichtbar zu machen und Chancen zur Veränderung aufzuzeigen.

Der Begriff „Geschlechterverhältnis” beschreibt die Beziehungen zwischen Frauen und Männern, und darüber hinaus, wie sie historisch entstanden und gesellschaftlich organisiert sind. Das Geschlechterverhältnis stellt eine soziale Beziehung dar. Ihre Gestaltung ist davon abhängig, ob und wie das Machtgefüge zwischen den Geschlechtern angelegt ist, wie die Arbeitsteilung, wie stark die Hierarchisierung. Das Geschlechterverhältnis kann ausbalanciert sein, es kann aber auch von Disparitäten durchzogen und herrschaftsförmig sein. Sind Geschlechterverhältnisse hierarchisch, markieren sie soziale Ungleichheit, Herrschafts- und Machtzusammenhänge. Der historische Vergleich zeigt, dass politische, ökonomische oder andere Umbrüche, die in Richtung Modernisierung gehen, auch Veränderungen im Geschlechterverhältnis bewirken können. Diese Veränderungen bedeuten jedoch nicht immer eine Gleichstellung von Frauen und Männern.

Drei Fragen stehen im Vordergrund:

  • Wie gestaltet sich der Prozess der Umstrukturierung des Betriebes vor dem Hintergrund der Veränderung des Geschlechterverhältnisses?
  • Welche Elemente betrieblicher Umstrukturierungen tragen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsperspektiven von Frauen bei?
  • Welche Gründe sind ausschlaggebend für Wandel oder Bestand der bestehenden Geschlechterordnung?

Ausgewählte Projekte

  • „Arbeit und Geschlecht in der aktuellen Forschung und Forschungsförderung“ finanziert durch die Hans-Böckler-Stiftung.
  • „Die Zukunft der industriellen Einfacharbeit aus der Geschlechterperspektive“ wurde im Rahmen des am Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) angesiedelten Themenbereichs „Digitalisierung von Arbeit / Industrie 4.0“ durch das Wissenschaftsministerium des Landes NRW gefördert.
  • „Digitalisierung, Arbeit und Geschlechterverhältnisse am Beispiel der Sachbearbeitung in Dienstleistung und Industrie“ wird finanziert von der Hans-Böckler-Stiftung.
  • „Widersprüchliche Integration von Frauen in Dienstleistungsarbeit“ (Teilprojekt im Rahmen des Verbundprojektes „e-Labour“, gefördert vom BMBF.

Ausgewählte Publikationen

  • Hilf, Ellen; Jacobsen, Heike; Meschkutat, Bärbel; Pohlheim, Katja (2018): Berufsfachlichkeit im Einzelhandel - eine umkämpfte Ressource; In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Band: 11, Heft 1, Mai/2018, 60-75.
  • Hilf, Ellen; Krüger, Franziska; Meschkutat, Bärbel (2017): "Mapping DCC RUHR".Studie zur Entwicklung einer Landkarte der bestehenden Strukturen, Maßnahmen und Angebote zur Gewinnung und Bindung von Doppelkarrierepaaren und Analyse von Beispielen guter Praxis in der Wissensmetropole Ruhr; (Beiträge aus der Forschung; 196); Dortmund.
  • Heike Jacobsen und Ellen Hilf (2019): Beruf als Fiktion - Wandel von Berufsfachlichkeit im Einzelhandel unter flexibilisierten Beschäftigungsbedingungen; In: Dunkel, Wolfgang; Hanekop, Heidemarie; Mayer-Ahuja, Nicole (Hg.): Blick zurück nach vorn - Sekundäranalysen zum Wandel von Arbeit nach dem Fordismus. Campus (Reihe Labour Studies), Frankfurt/New York.
  • Kutzner, Edelgard (2017): Arbeit und Geschlecht. Die Geschlechterperspektive in der Auseinandersetzung mit Arbeit - aktuelle Fragen und Herausforderungen. Working Paper Forschungsförderung 030. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung. pdf
  • Kutzner, Edelgard (2018): Digitalisierung von Arbeit als "Baustelle" einer geschlechterbezogenen Arbeitsforschung. Transformationsprozesse in der Büroarbeit. In: Arbeits- und Industriesoziologische Studien 11 2, S. 211–228 pdf
  • Kutzner, Edelgard (2019): Geschlechterverhältnisse in Prozessen der Digitalisierung industrieller Einfacharbeit. Stabilisierung oder Neuverhandlung. In: Zeitschrift Arbeit Heft 28/2019, S. 281-401.
  • Kutzner, Edelgard (2019): Wandel der Arbeit durch Digitalisierung - Wirkungen auf Geschlechterverhältnisse in Betrieb und Verwaltung. In: Sabine Berghan; Ulrike Schultz (Hg.): Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Hamburg, Kapitel 4/9.1 - 9.7, S. 1-28
  • Kutzner, Edelgard; Roski, Melanie (2019): Arbeit, Technik und Geschlecht – neue Grenzziehungen durch Digitalisierung? In: Feministische Studien Heft 2/2019, 363-372
  • Kutzner, Edelgard; Roski, Melanie; Hilf, Ellen; Freye, Saskia (Hrsg.) (2019): Wandel der Arbeit durch Digitalisierung = Wandel der Geschlechterverhältnisse? Dokumentation der Tagung am 17. Mai 2019. Dortmund/Düsseldorf. pdf
  • Kutzner, Edelgard; Schnier, Victoria (2017): Geschlechterverhältnisse in Digitalisierungsprozessen von Arbeit: konzeptionelle Überlegungen und empirische Fragestellungen. In: ARBEIT 26 Nr. 1, S. 137-157.
  • Kutzner, Edelgard; Schnier, Victoria (2019): Industrielle Einfacharbeit, Geschlecht und Digitalisierung. Eine explorative Studie. Düsseldorf. pdf
  • Kutzner, Edelgard / Schnier, Victoria (2019): Geschlechterverhältnisse in Digitalisierungsprozessen industrieller Einfacharbeit – Szenarien und Interventionsmöglichkeiten. In: Hirsch-Kreinsen, Hartmut/Ittermann, Peter/Falkenberg, Jonathan (Hrsg.): Szenarien digitalisierter Einfacharbeit. Konzeptionelle Überlegungen und empirische Befunde aus Produktion und Logistik, Baden-Baden,  S. 191-213


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Kontakt

Dr. Edelgard Kutzner