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Wie zuverlässig ist die Wissenschaft?

Termine / Zeit / Ort:

Freitags, 10.15-11.45 Uhr, GB III-310 (2 SWS)

Semester:

SoSe 2020 

Dozent:

Inhalte:

Als interdisziplinäres Fach hat es die Raumplanung mit unterschiedlichen, teils konkurrierenden Theorien und Erkenntnissen verschiedener Einzelwissenschaften zu tun. Wer sie nutzen will, muss einschätzen können, wie verlässlich sie jeweils sind und auf welche Fälle sie angewandt werden können. Der Planungsprozess beruht seinerseits auf wissenschaftlichen Grundlagen. Wer damit arbeitet, muss einschätzen können, wie stichhaltig planungswissenschaftliche Erkenntnisse sind und inwieweit sie praktisches Planungshandeln anleiten können.

Das Seminar befasst sich mit Fragen der Wissenschaftstheorie, d.h. mit dem Teilgebiet der Philosophie, das sich mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen von Wissenschaft und ihrer Form der Erkenntnisgewinnung beschäftigt. Anders als in den empirischen Wissenschaften geht es hierbei nicht um die Frage, was wir über dieses oder jenes Phänomen wissen, sondern darum, was wir überhaupt wissen können, wie wir Wissen erzeugen und wie zuverlässig wissenschaftliche Erkenntnisse sind. Kenntnisse in der Wissenschaftstheorie gehören zu den Schlüsselkompetenzen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Nach einer Einführung zu grundsätzlichen Fragen wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung werden im Seminar verschiedene Ansätze der Wissenschaftstheorie behandelt. Es soll herausgearbeitet werden, dass es nicht die eine und einzige Lösung gibt für das Problem wissenschaftlicher Verlässlichkeit, sondern dass die verschiedenen in der Geschichte der Wissenschaften entwickelten Ansätze unter bestimmten Umständen ihre jeweils eigene Berechtigung haben.

Die Relevanz jedes theoretischen Ansatzes wird anhand von Beispielen aus der Stadt- und Raumplanung diskutiert. Auf diese Weise wird deutlich, dass Wissenschaftstheorie keine Gedankenakrobatik ist, sondern Anregungen und Methoden für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bietet, ihre eigene Arbeit zu reflektieren, Theorien und Forschungsergebnisse einzuschätzen sowie in wissenschaftlichen Debatten einen eigenen Standpunkt zu finden. 

Leistungsnachweis:

Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss (mit Benotung) ist der Nachweis der regelmäßigen und aktiven Teilnahme. Daran knüpfen sich insbesondere folgende Erwartungen und Verpflichtungen

  • qualifizierte Teilnahme mit Vor- und Nachbereitung
  • Literatur-, Medien- und Institutionenrecherche mit Informationstransfer ins Seminar
  • vertiefende PowerPoint-Präsentation eines Projekt- und Themenmoduls mit Vortrag/Moderation der Diskussion und Überarbeitung nach Seminarergebnis

Fachbereich / Fakultät:

Fakultät Raumplanung

Studiengang:

Master Raumplanung



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