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„Ausbildung zur digitalen Teilhabe?“: Neue Ausgabe der „Beiträge aus der Forschung“ erschienen

Wie erwerben sozialpädagogische MitarbeiterInnen digitale Kompetenzen? Dieser Frage ging Ann Christin Schulz in ihrer explorativen Studie „Ausbildung zur digitalen Teilhabe? Eine Analyse der Lehrangebote zu Medienkompetenz in sozialen und pädagogischen Studienfächern an deutschen Hochschulen“ nach. In ihr werden erste empirische Ergebnisse über die Hochschullehre geliefert. Die Studie steht zum freien Download zur Verfügung.

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Die explorative Studie von Ann Christin Schulz – die nun im Rahmen der sfs-Reihe „Beiträge aus der Forschung“ erschienen ist– liefert eine umfassende Bestandsaufnahme des Lehrangebots von Medienkompetenz an deutschen Hochschulen im Wintersemester 2016/2017. Untersucht wurden dafür insgesamt 183 Hochschulen, 769 soziale und pädagogische Studienfächer sowie 19.220 Lehrveranstaltungen. 

Die Bestandsaufnahme beginnt mit der Untersuchung von Lehrveranstaltungen, die Medienkompetenz thematisieren. Erste Auswertungen zeigen, dass Medienkompetenz in nur 1,98% aller Lehrveranstaltungen explizit thematisiert wird. Rechnerisch nahmen somit von 204.031 StudentInnen 4.121 an Medienkompetenz vermittelnden Veranstaltungen teil. Die Lehrveranstaltungen mit Medienkompetenz werden zudem eher in einem theoretischen als in einem praktischen Lehrformat angeboten – 82,11% aller Lehrveranstaltungen mit Medienkompetenz verbleiben auf einer theoretischen Ebene, wohingegen nur 2,37% aller Lehrveranstaltungen mit Medienkompetenz praxisorientiert sind.

Medienkompetenz wird nicht in allen einschlägigen sozialen und pädagogischen Studienfächern im gleichen Maße thematisiert. Der Anteil von Lehrveranstaltungen mit Medienkompetenz streut zwischen den Studienfächern zwischen 1,35% und 5,50%. Besonders hervorzuheben ist dabei das Studienfach „Rehabilitationspädagogik“, das mit 5,50% den größten Anteil von Lehrveranstaltungen, die Medienkompetenz thematisieren, aufweist. Die Anzahl von StudentInnen, die Medienkompetenz beziehen ist somit in diesem Fach am höchsten, da in etwa jede(r) 18. Student(in) dieses Faches mit Medienkompetenz in Kontakt kommt, während es in den anderen untersuchten Studienfächern deutlich weniger sind. Neben diesen Befunden kann außerdem festgehalten werden, dass Medienkompetenz eher in Bachelor- als in Masterstudiengängen gelehrt wird und im geographischen Vergleich kaum Unterschiede vorliegen. Denn zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen den einzelnen Bundesländern und den Metropolregionen können keine wesentlichen Unterschiede festgestellt werden.

Die Studie ist unter diesem Link abrufbar (PDF).