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Das Horizon2020-Projekt „SISCODE“: Co-Creation in Europa verstehen

Die 18 europäischen Partnerorganisationen, die an dem Dreijahresprojekt SISCODE beteiligt sind, suchen gemeinsam nach Wegen die Handlungspraxen rund um das Phänomen „Co-Creation“ besser zu verstehen. Unter der Annahme das gesellschaftliche Probleme besser gelöst werden können, wenn alle Beteiligten gemeinsam an ihrer Lösung arbeiten, werden existierende Praktiken der kollaborativen Problemlösung aus verschiedenen Bereichen analysiert um dann nach Möglichkeiten der Übertragbarkeit dieser Praktiken in die Bereiche Responsible Research and Innovation und Policy Making zu fragen.

SISCODE Society in Innovation and Science through CODEsign Web

Im Mai 2018 gestartet, hat sich das Projekt SISCODE zum Ziel gesetzt Co-Creation als bottom-up und Design-gesteuertes Phänomen zu verstehen. Ökosysteme der Co-Creation werden dabei vor allem als wichtig für die Entwicklung von sozialer Innovation und in ihrem Beitrag zu öffentlichem (public) Engagement (PE) und ‚Responsible Research and Innovation‘ (RRI) erachtet. Insbesondere ein mangelndes öffentliches Bewusstsein für den Nutzen von Co-Creation steht der Entwicklung dieser Prozesse dabei im Weg; ein Umstand, dem SISCODE in seinem Projektverlauf entgegenwirken soll.

Dafür wird SISCODE eine europaweite Studie von existierenden Co-Creation-Ökosystemen durchführen, mit Design als neuem Kompetenzsystem experimentieren und daran arbeiten, kulturelle, organisationale und verfahrenstechnische Transformationen zu verstehen, welche benötigt werden, um Co-Creation als einen Design-gesteuerten Ansatz in RRI -Prozessen und im Rahmen von Politiken unter Berücksichtigung von Science, Technology and Innovation (STI) zu verankern.

Das Konsortium arbeitet momentan an einem theoretischen Fundament. Christoph Kaletka, Jennifer Eckhardt und Daniel Krüger von der Sozialforschungsstelle Dortmund verfassten hierzu einen umfassenden Bericht über die theoretischen Grundlagen für ein besseres Verständnis von Co-Creation, der den Rahmen für SISCODEs nächsten Schritt bildet : Die Sammlung, Analyse und der Vergleich von Co-Creation-Fällen in Europa und darüber hinaus. Der Bericht zeigt detailliert die kulturellen, institutionellen, gesellschaftlichen und regulatorischen Dimensionen auf, die den analytischen Rahmen für die weitergehende Untersuchung der Co-Creation-Ökosysteme bilden.

Zuvor schauten sich Melanie Smallman und Trupti Patel vom University College London die Praxis von Co-Creation in der RRI-Forschungslandschaft an. Ihr Bericht identifiziert und vergleicht vergangene und aktuelle Initiativen und Projekte, welche RRI-Ansätze entwickelt und getestet haben. Zusätzlich haben sich Alessandro Deserti und Francesca Rizzo (Politenico di Milano, Italien) und das Danish Design Centre eingehend mit Co-Creation in der Praxis von RRI und STI-Politik beschäftigt. Ihr abschließender Bericht stellt eine konzeptionelle Basis für die Entwicklung des Projektes dar und war wichtige Grundlage für den Forschungsrahmen.