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sfs-Wissenschaftler und Studierende erhalten Preis „Mobil ins Netz!“ für inklusiven Tablet-Einsatz

Brigitte Zypris überreicht Dr. Bastian Pelka von E-Plus ausgeschriebenen Preis bei Festakt in Berlin.

Ihr Thema ist die „digitale Inklusion“: Also die Herausforderung, allen Menschen eine aktive und kompetente Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu ermöglichen. Zwei Semester lang haben 11 Studierende der Rehabilitationspädagogik (Foto unten rechts von Henrik Andree) in ihrem „Projektstudium“ der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften mit ihrem Betreuer Dr. Bastian Pelka von der Sozialforschungsstelle, zwE der TU Dortmund, dieses Thema für die Stadt Dortmund aufbereitet. Dabei kamen auch von E-Plus zur Verfügung gestellte Tablets zu Einsatz. Nun haben E-Plus und die Stiftung Digitale Chancen das Engagement der Studierenden mit dem Preis „Mobil ins Netz!“ ausgezeichnet. Der Preis: Zwei Tage in Berlin für die Studierenden und ein Tablet-Computer.

„Ein bisschen aufgeregt war ich ja schon“, sagt Sonja Dominik. Die 23jährige Studierende der Rehabilitationspädagogik im 6. Fachsemester nahm für Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen den Preis aus der Hand von Brigitte Zypris, frühere Bundesjustizministerin und heute Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, entgegen. Anschließend stellte sie sich gemeinsam mit ihrem Betreuer Dr. Bastian Pelka einer Fachdiskussion zur digitalen Inklusion mit über 100 Gästen, darunter zwei weiteren Staatssekretären im Berliner „BASE-Camp“. Zusammen mit der Preisurkunde erhielten die Studierenden eine Einladung nach Berlin samt Bundestagsführung und einen Tablet-Computer.

„Rund 20 Prozent der Deutschen waren noch nie im Internet“, erklärt Dr. Pelka, der die 11 Studierenden zwei Semester lang durch das „Projektstudium“ betreute. „Vor allem Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung und Arbeitslose können die Vorteile, die das Internet bietet, oft nicht wahrnehmen und sie bestimmen die Themen, über die dort gesprochen wird, nicht mit. Es droht eine „digitale Exklusion“ mit Nachteilen für die Ausgeschlossenen und die Gesellschaft.

Mobil_ins_Netz-23062015-Tabs_fuer_Senioren-0658Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und sowohl „digital natives“ wie auch Menschen, die noch nicht online sind, auf die Chancen und Risiken einer sich immer stärker in digitale Netze verlagernden Gesellschaft aufmerksam zu machen, gibt es auch EU-Ebene seit fünf Jahren die „Get Online Week“. Immer in der letzten Märzwoche sollen Kurse digitale Kompetenzen vermitteln und Öffentlichkeitsarbeit auf das Thema aufmerksam machen. Diese Themenwoche haben die Studierenden nun erstmals in Dortmund durchgeführt. Vom 22. bis 29. März 2015 haben sie in Dortmund an so unterschiedlichen Orten wie Bibliotheken, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Schulen mit gemeinsamem Unterricht oder dem Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit fast 20 rund zweistündige Einführungskurse zu digitalen Themen für benachteiligte Menschen durchgeführt. Als Partner mit dabei waren Bethel.regional, die Lebenshilfe, das Jugendamt der Stadt Dortmund, die Behindertenbeauftragte der Stadt Dortmund, die Stadtteilbibliotheken und zahlreiche Schulen. Insgesamt über 20 Partner trugen zu dem Erfolg bei, dass mehr als 200 Dortmunderinnen und Dortmunder zu den Kursen der Studierenden kamen. Thema waren dabei unter anderem „Facebook sicher nutzen“ oder „Tablets einfach nutzen“. Als Schirmherr der „Get Online Week“ konnten die Studierenden den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund gewinnen. Thomas Westphal unterstrich sein Engagement mit der Bedeutung, die digitale Kompetenzen für den Wirtschaftsstandort Dortmund haben.

Und dann der Clou: Dieses Konzept überzeugte auch die Stiftung Digitale Chancen und E-Plus Deutschland, die den Studierenden Tablets für ihre Kurse zur Verfügung stellten und nun auch den Preis „Mobil ins Netz!“ für ihre Tablet-gestützte Arbeit mit Seniorinnen und Senioren verliehen. Denn: „Tablet-Computer sind kleine Inklusionsmaschinen“, erklärt Dr. Pelka. „Sie sind einfach zu bedienen, leicht anpassbar und fördern so die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft.“ Studentin Jessica Kaspar, ebenfalls mit dabei bei der Preisverleihung in Berlin sieht den Preis als Ansporn: „Der Preis erzeugt nun ein bisschen Aufmerksamkeit für das Thema. Und genau das wollten wir ja auch“.