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Workshop zur Theorie sozialer Innovation

In welchem Verhältnis steht soziale Innovation zu sozialem Wandel und wie kann soziale Innovation die Gesellschaft verändern? Ein Team der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund diskutierte diese Fragen mit renommierten Forscherinnen und Forschern aus dem Bereich sozialer Innovationen in einem zweitägigen Theorie-Workshop am 27. und 28. Mai in Stockholm.

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TRANSIT WISIR

 

SI-DRIVE und TRANSIT, von der EU geförderte große Forschungsprojekte zu sozialer Innovation, trafen sich mit dem Waterloo Institute for Social Innovation and Resilience (WISIR, Waterloo/Kanada) zu einer zweitägigen engagierten Debatte zu neuen theoretischen SI-Konzepten. Mit Jürgen Howaldt, Christoph Kaletka, Dmitri Domanski (TU Dortmund – sfs), Dieter Rehfeld (IAT) und Josef Hochgerner (ZSI Wien), als Vertreter von SI-DRIVE, waren die Ziele des Workshops ein besseres Verständnis des Konzeptes sozialer Innovationen und seiner Beziehung zu (transformativem) sozialem Wandel zu entwickeln, neue produktive Beziehungen zwischen drei parallel laufenden Forschungsprozessen zu knüpfen und spezifische (und strategische) Möglichkeiten für zukünftige Netzwerkaktivitäten und Forschungskooperationen zu identifizieren. Diese Fragen wurden u.a. mit Frances Westley (WISIR), Per Olsson (Stockholm Resilience Centre), Alex Haxeltine (University of East Anglia), Flor Avelino, Julia Wittmayer (DRIFT – Erasmus University Rotterdam), und Rene Kemp (Maastricht University) diskutiert.

 

Nach zwei intensiven Tagen stimmten alle Partner überein, die Zusammenarbeit auf einer regelmäßigen Basis fortzuführen. Eine der nächsten Möglichkeiten wird die Konferenz “Social Innovation 2015: Pathways to Social Change” am 18. und 19. November in Wien sein (weitere Informationen unter: http://www.si-drive.eu/?p=1009). Dort werden die Partner gemeinsam eine Session zur Theorie sozialer Innovation organisieren, um die Stockholm-Debatte weiterzuführen.

 

Weitere Informationen:

 

Das Forschungsinteresse von SI-DRIVE (Social Innovation: Driving Force of Social Change) liegt im besseren Verständnis von sozialer Innovation als Veränderungsmechanismus  auf der Mikro- und Mesoebene auf der einen Seite und ihrem Beitrag zu sozialem Wandel auf der Makroebene. Der „Critical Literature Review“ theoretischer Zugänge sozialer Innovation, die erste umfassende Publikation des SI-DRIVE Projekts (siehe A CRITICAL LITERATURE REVIEW), kommt zu folgendem Schluss: „ Es gibt einen Bedarf an robusten Modellen für die Implementierung und Diffusion von sozialen Innovationen und an mehr Kenntnis und Verständnis über ihr Verhältnis zu sozialem Wandel. Ein solides theoretisches Konzept sozialer Innovation ist die Voraussetzung für die Entwicklung einer integrierten Theorie sozio-technologischer Innovation, in der soziale Innovation mehr als bloße Nebenerscheinung und Resultat technologischer Innovation ist.“

 

Das Projekt TRANSIT (TRANsformative Social Innovation Theory) entwickelt eine Theorie transformativer sozialer Innovation die das Phänomen sozialer Innovation innerhalb des transformativen Wandels in den sozialen Kontext setzt. TRANSIT untersucht wie soziale Innovation Empowerment und soziale Transformation hervorbringen kann. TRANSIT nutzt Feedback von Sozialunternehmer_Innen und Innovator_Innen, politischen Entscheidungträger_Innen und Akademiker_Innen, um eine Theorie mit direkter praktischer Relevanz zu entwickeln. Die Theorie soll Einblicke in Dynamiken sozialer Innovation von über 40 detaillierten empirischen Studien geben. Die Theorieentwicklung fußt u.a. auf der Transitionstheorie, die sich mit Dynamiken tiefgreifenden sozialen Wandels beschäftigt.

 

WISIR (Waterloo Institute for Social Innovation and Resilience) hat sich in den letzten acht Jahren damit beschäftigt, die komplexen Dynamiken transformativen sozialen Wandels zu beobachten, zu verstehen und zu beeinflussen. WISIR setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Skalierungsdynamiken, gesellschaftlicher Transformation und deren Gestaltungsmöglichkeiten, die WISIR als „system entrepreneurship“ beschreibt und analysiert. Die Arbeit umfasst detaillierte Fallstudien zu sozialen Innovationen, historische Studien zu erfolgreichen Transformationen durch soziale Innovationen im Laufe der Zeit und Theorien komplexer Systeme sowie ihr Untergebiet der Resilienz-Theorie.