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Studierende überreichen Studie zu Internet-Erfahrungsorten in Dortmund

Rund 134.000 Menschen in Dortmund nutzen das Internet nicht. Sie sind damit von vielen Vorteilen der digitalen Gesellschaft wie Online-Banking, elektronischen Behördengängen oder Gesundheitsinformationen im Internet abgeschnitten. Dem stellen sich Internet-Erfahrungsorte entgegen – Einrichtungen wie Bibliotheken oder Kulturzentren, die in angenehmer Umgebung Zugang zum Internet sowie Beratung anbieten. Studierende der TU Dortmund haben diese Orte in Dortmund nun untersucht und ihre Ergebnisse öffentlich vorgestellt.

Hinter dem sperrigen Wort „Internet-Erfahrungsort“ verbirgt sich meist ein hübscher Ort. So zum Beispiel in der Stadt- und Landesbibliothek und ihren Stadtteilfilialen mit ihren frei verfügbaren PCs mit Internetanschluss, in der Altenakademie im Westfalenpark oder in Seniorenbegegnungsstätten. „Viele Einrichtungen in Dortmund, die sich an bestimmte Zielgruppen wie Senioren/innen, Arbeitssuchende oder Menschen mit Behinderung richten, haben die Vorteile der digitalen Welt erkannt und wollen diese ihren Zielgruppen vermitteln“, erklärt Dr. Bastian Pelka von der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund. Doch vielen Menschen reicht ein Computer mit Internet-Anschluss allein nicht – sie suchen Kontakt zu anderen und auch die Möglichkeit, jemanden bei Problemen um Rat zu fragen. Dazu gibt es in Dortmund rund 20 Einrichtungen mit gemütlichen Räumen, in denen Computer und das Internet genutzt werden können – allein, mit Begleitung, in Gruppen oder auch mit Anleitung. Häufig werden auch Kaffee und Kuchen angeboten.

Diese Orte haben Studierende der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften, begleitet von der Sozialforschungsstelle, nun erstmals untersucht. Sie nehmen am so genannten „Projektstudium“ teil: Im fünften und sechsten Semester widmen sie sich eigenständig einer wissenschaftlichen Fragestellung und erarbeiten eine gesellschaftlich relevante Lösung. Dazu recherchierten die Studierenden die Orte in Dortmund, die kostenlos Zugang zum Internet anbieten, interviewten dort angestellte Mitarbeiter/innen und befragten über 160 Nutzer/innen.

Als Ergebnis legten 25 Studierende der Rehabilitationspädagogik am 7.7. im Rahmen einer Veranstaltung der Sozialforschungsstelle der Behindertenbeauftragten der Stadt Dortmund, Christiane Vollmer, ihre Ergebnisse vor: Eine Broschüre, die besonders für Senioren/innen geeignete Orte in Dortmund beschreibt, und einen Bericht, der Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung des Angebots an Internet-Erfahrungsorten vorschlägt. Die Ergebnisse sind über die Sozialforschungsstelle der TU Dortmund und die Behindertenbeauftragte der Stadt Dortmund verfügbar. Und sie werden in den kommenden Wochen in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen ausgelegt.

 

cover_seniorenansnetzDie Broschüre „Senioren ans Netz“, die die für Senioren/innen besonders geeigneten Interneterfahrungsorte in Dortmund beschreibt, ist per download erhältlich:
http://www.sfs.tu-dortmund.de/downloads/seniorenansnetz.pdf

Die wissenschaftlicher Ergebnisse erscheinen im Herbst in der sfs Reihe „Beiträge aus der Forschung“:
http://www.sfs.tu-dortmund.de/cms/de/Publikationen/Beitraege_Forschung/index.html

 

Hinweis:

Stadt- und Landesbibliothek berichtet in ihrem Blog über die Veranstaltung:
http://stadt.dortmund.de/bibliothek/aktuelles

 

 

Ansprechpartner/in:

Christiane Vollmer
Büro der Behindertenbeauftragten
Südwall 2-4
44135 Dortmund
Telefon:  0231 50-25901
Fax:  0231 50-10891
E-Mail: 


Dr. Bastian Pelka

Forschungsrat
Forschungsbereich 3 "Arbeit und Bildung in Europa"

Sozialforschungsstelle Dortmund
Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der
Technische Universität Dortmund
Evinger Platz 17
44339 Dortmund

Tel: (+49) 231 / 85 96 - 268
Fax: (+49) 231 / 85 96 – 100
E-Mail: