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KoSI-Lab: Erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung „Labore sozialer Innovation“ für Kommunen

Neue Ideen finden Stadt! Unter diesem Motto diskutierte das KoSI-Lab Projektteam am 13. und 14. März 2019 in Berlin mit kommunalen Akteuren. Ziel der Veranstaltung war die Präsentation von „Laboren sozialer Innovation“ als einem neuen Ansatz zur Lösung stadtgesellschaftlicher Herausforderungen. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) statt.

kosilab_schultze_Difu_Fortbildung

Städte sind mit immer neuen bzw. sich weiterentwickelnden Herausforderungen konfrontiert – Klimaschutz, Sicherung von Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt, Verbesserung von Mobilität oder Anpassungsstrategien an den demografischen Wandel gehören dazu. Die Suche nach und die Umsetzung von Problemlösungen werden von einer weiteren Frage „überlagert“: Wie können dabei Kommune und zivilgesellschaftliche sowie Wirtschaftsakteure (wieder) besser gemeinsam agieren? Kommunale Labore Sozialer Innovation (KoSI-Lab) sind ein neues Format zur Beantwortung der Frage, wie unterschiedliche Akteure auf Augenhöhe gemeinsam zu besseren und tragfähigeren Lösungen von kommunalen Herausforderungen kommen können.

Auf der zweitägigen Veranstaltung wurde dieser neue Ansatz stadtgesellschaftlicher Innovation den Teilnehmenden präsentiert. Zunächst erfolgte die Begrüßung durch Dr. Stephanie Bock (Difu, Berlin), die die Bedeutung der Unterscheidung zwischen Beteiligungsprozessen und tatsächlicher Koproduktion hervorgehoben hat. Anschließend präsentierte Verbundkoordinator Jürgen Schultze (Sozialforschungsstelle Dortmund) das BMBF-geförderte Projekt „KoSI-Lab“ als eine neue Kooperationsmöglichkeit zwischen Kommune und Zivilgesellschaft.

Für ein besseres Verständnis von solchen „Laboren sozialer Innovation“ wurden im Anschluss weitere deutsche Praxisbeispiele den TeilnehmerInnen vorgestellt. Neben den Erfahrungen des KoSI-Lab-Konsortiums aus den Städten Dortmund und Wuppertal gab es Einblicke in die Arbeit vom GovLab Arnsberg und vom Social Innovation Center Hannover.

Zu Beginn des zweiten Veranstaltungstages nahmen die KommunalvertreterInnen an zwei Exkursionen in Berlin teil. Während einer Führung durch das Impact Hub Berlin und das Social Impact Lab Berlin wurden interessierte Gespräche mit den ReferentInnen geführt und hilfreiche Eindrücke gesammelt.

Zum Abschluss der Fortbildung wurden zwei interaktive Planspiele durchgeführt, die bei den TeilnehmerInnen großen Zuspruch erfahren haben. Das erste Planspiel – ein Simulationsworkshop zur Errichtung von Fahrradquartiersgaragen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter (Wuppertal Institut) – befasste sich mit den Wechselwirkungen zwischen Akteuren und Institutionen. Neben den erforderlichen Koinvestments zwischen den unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen und dem jeweiligen Nutzen aus dem Kooperationsprozess wurden auch die spezifischen Anforderungen zur Durchführung von Multi-Stakeholder-Innovationsprozessen erarbeitet. Darauf aufbauend befassten sich Eva Wascher (Sozialforschungsstelle Dortmund) und Mona Wallraff (ILS) im zweiten Planspiel mit der Frage, wie man konkret ein Innovationslabor in der Kommune aufbauen kann? Die Teilnehmenden erhielten dabei die Möglichkeit, in einer selbstreflektierenden Arbeitssession ihre Ideen zur Entwicklung einer Innovationseinheit bzw. eines Innovationslabors zu Papier zu bringen.

Sowohl für die Vorträge als auch die interaktiven Formate wurden durchweg positiv bewertet, sodass die Fortbildungsveranstaltung ein voller Erfolg gewesen ist.